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Ölabhängige Parameter:
Bei gleichen Fahrzeugen kann ein unterschiedlicher Öldruck durch die Ölviskosität bestimmt werden. Ein Einbereichsöl der Viskosität SAE 50 wird einen stärkeren Öldruck bewirken als niedrigere Viskositäten.
Die Viskosität im Motor wird wiederum sehr stark durch die erreichten Temperaturen im Ölkreislauf beeinflußt, da sie zwischen Winter und Sommer um ca. 20 °C schwanken können. Diese Tatsache beeinflußt insbesondere die Öldruckanzeige von Mehrbereichsölen. So wird ein Leichtlauföl der Viskosität SAE 10W-40 andere Werte zeigen als ein Öl der Klasse SAE 10W-50 oder SAE 20W-50.
Die Zusammensetzung der Schmierstoffe hat auf den Öldruck keinen Einfluß. Halb- oder vollsynthetische Schmierstoffe der Viskosität SAE 15W-50 zeigen den gleichen Öldruck an wie ein Mineralöl gleicher Viskosität.

Falsch ist die Annahme, den Öldruck mit einer besseren Schmierung in Verbindung zu bringen. Ein höherer Öldruck kann sogar den Kraftstoffverbrauch negativ beeinflussen, da zum Pumpen von dickeren Ölen mehr Energie erforderlich ist.

Ein Absinken des Öldruckes zwischen den Inspektionsdaten kann durch eine Verdünnung des Öles mit Kraftstoff zusammenhängen. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn der Wagen überwiegend für Kurzstrecken benutzt wird. Eine falsche Einstellung des Vergasers oder der Einspritzanlage kann ebenso das Öl verdünnen, wie zu großes Spiel an den Kolbenringen.

Um die Öldruckanzeige nicht weiter für den Verbraucher mißverständlich überzubewerten, gehen viele Automobilfirmen dazu über, die Ölmengen im Display anzuzeigen. Oftmals geben auch die meisten Betriebsanleitungen wenig Auskunft über den mini- und maximalen Öldruck bei Leerlauf oder Vollast, so daß auch hier der Autofahrer mitunter zusätzlich verunsichert wird. In keinem Falle sollte ein niedrigerer Öldruck bei Wechsel der Ölmarke oder der Viskosität Anlaß zu Sorge geben.